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Skandal Teil 5

Den Bielefeldern war dies vorerst egal, sie machten fröhlich weiter, schließlich hatten sie für 40.000 Mark 2 Punkte „erworben“ und das schien ihnen ein gutes Geschäft. Als nächster Geschäftspartner visierte man den MSV Duisburg an. Ein Herr namens Werner Schneider, der, wie später vom Spiegel enthüllt vom –verbotenen- Spielerhandel lebte, hatte dem DSC einen Tipp gegeben, mit den Zebras Kontakt aufzunehmen. Mit einem Punkt könne man rechen wenn man den in Duisburg unbeliebten Verteidiger Georg Damjanoff für viel Geld abkauft, so Schneider. Quasi ein neuer Mann und im Endeffekt ein Punkt. Klang verlockend, und die Bielefelder willigten ein.
Doch der MSV Duisburg, an den insgesamt 60.000 Mark gezahlt wurden weihte in den Deal nur drei Verteidiger ein, der Rest der Mannschaft wusste von nichts: Was dazu führte, dass der MSV den DSC vor eigenem Publikum mit 4:1 abfertigte. Was hier vielleicht etwas skurril klingt, fand Arminia aber alles andere als komisch, forderte die 60.000 zurück. Doch Gerd Kenschke, Außenstürmer bei Duisburg, der den Deal abgewickelt hatte, zahlte nur 57.500 Mark an die Ostwestfalen. Den Rest hatter er „schon ausgegeben“.
Nach diesem Fehlschlag brauchte man nun natürlich dringender denn je Erfolge. Beim nächsten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart wollte man deshalb (mal wieder) auf Nummer sicher gehen. Die Schwaben willigten zwar ein, waren aber wesentlich teurer, als die Schalker 6 Wochen zuvor. Jeder Spieler wollte 15.000 Mark, 5.000 Mark Spesen, 5.000 Mark wollte der Mittelmann haben und der andere Mittelmann, ein Gastwirt, der sich unauffällig an die Spieler ranpirschen konnte, nahm 15.000 Mark. Insgesamt beliefen sich die Kosten also auf 70.000 Mark. Woher das Geld kam? Höchstwahrscheinlich hatte man inzwischen einen Spender gefunden, Baulöwe Schreiner hatte wenig mit Fußball am Hut und war deshalb beim DFB weitgehend unbekannt.
Jedenfalls siegte man gegen den VfB 1:0, was dazu führte, dass man dem rettenden Ufer noch einen weiteren Schritt näher kam. Doch das reichte nicht. Am letzten Spieltag sollte der finale Coup stattfinden, der den Klassenerhalt letztendlich sichern sollte.

 

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